Der Garten. Die Hecke!

Im letzten Beitrag bereits angedroht, kommt hier endlich die Erlösung. Oder kam. Wer fachgerecht von oben nach unten – und damit zuerst die Überschrift – liest, dem wurde das Geheimnis bereits gelüftet: wir haben zuerst das Projekt „Hecke“ begonnen.

„Say whaaaat? Hecke? Davon hat uns aber noch keiner was gesagt! Wir sind entrüstet!“ wird die Leserschaft in ihre Prachtbärte (falls vorhanden) an dieser Stelle murmeln oder vor Entrüstung sogar brüllschreien.

Das Element der Überraschung ist das tägliche Butterbrot des Dramaturgen, also begeben wir uns nun an die Speisetafel, um es gemeinsam zu verzehren.

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Der Garten. Die Einzelteile.

Hunderte von Bloglesern rieben sich über das Wochenende ihre schweißnassen Hände; die Spannung war schier unerträglich.
Wird uns der Autor die Einzelheiten dieses bunten Querformatbildes näherbringen? Was will uns der Künstler mit dieser Zeichnung mitteilen?
Verzaget nicht! Die Erlösung naht!

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Der Garten. Der Plan.

Nachdem ich zuletzt halbwegs gründlich das grundlegende Grundkonstrukt unseres Grundstückes ergründet habe, wollen wir uns heute der groben Ideenfindung zur grundsätzlichen Grundstücksgestaltung widmen.

Preisfrage! Wie oft taucht im ersten Absatz das Wortschnipselchen „Grund“ auf? Gut aufgepasst? Ja?

Glückwunsch, du hast gewonnen und darfst nun weiterlesen!

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Der Garten. Das Projekt

Begünstigt durch die aktuellen Kontaktverbote und Isolationsmaßnahmen ergibt es sich, dass man mehr Zeit als üblich in den eigenen vier Wänden verbringt als üblich. Die üblichen Beschäftigungsmaßnahmen wie etwa Netflix, Zocken oder Essen verlieren bereits nach kurzer Zeit ihren permanenten Charme, also muss eine neue Beschäftigung gefunden werden. Als Eigenheimbesitzer bieten sich hier zum Beispiel Renovierungsmaßnahmen an der Immobilie an; allerdings ist unser Haus, bis auf kleinere Restbaustellen, aktuell in einem eher als fertig zu beschreibenden Zustand. Welch Segen, dass das Wetter aktuell eine groß angelegte Dürre produziert und der dem Heim zugehörige Grundbesitz ebenfalls mit diversen Arbeitsmöglichkeiten aufwartet.
Bevor wir uns jedoch in verschiedenen Einzelbaustellen verrennen und Gefahr laufen, ein unabgestimmt polyprojektales Potpourri an $Dingen auf dem Grundstück zu generieren, mussten wir uns zunächst Gedanken machen, was wir mit unserem kleinen Grundstück überhaupt langfristig anstellen möchten.
Auf, ans Reißbrett…!

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Ein halbes Jahr später.

Wie ich bereits schrob, fing ich Anfang Oktober 2019 mit dem Projekt Abnehmen an. Einen konkreten zeitlichen Horizont hatte ich mir aus (De)Motivationsgründen nicht gesetzt, wohl aber eben das Ziel ausgerufen irgendwo unter die 90kg-Grenze zu geraten.
Vorsichtig hatte ich mir ausgemalt, dass ich es vielleicht bis zu den Weihnachtsfeiertagen durchhalten könnte; mit ganz viel Optimismus, dass ich es die komplette Laufzeit des Fitnessstudios (immerhin 6 Monate) schaffen könnte. Und siehe da? Es ist jetzt fast auf den Tag genau ein halbes Jahr.

So holet den Graphen! *Trommelwirbel*

[ein Graph rollt heran und baut sich im Bild auf]

*Fanfare*

Mehr dazu im vollständigen Beitrag. *Clickbait intensifies*

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Da war doch was in 2009…?

Wie es scheint, hat mich die Motivation und/oder die Zeit irgendwo in 2009 verlassen, um a) das mit dem Bloggen so richtig weiterzuführen und b) das mit dem Abnehmen beizubehalten. Nun denn. Heute, also nur etwas mehr als 10 Jahre später, stehen wir wieder hier und können ein Langzeit-Fazit ziehen.

Angefangen habe ich, wenn mich Erinnerung und Aufzeichnungen nicht trügen, 2009 mit dem Ziel von 90kg auf 80kg zu starten. Das scheint im Groben bis Februar 2009 auch funktioniert zu haben, zumindest von der reinen Gewichtsseite her. Ich hatte meine Ernährung damals recht radikal umgestellt und auch das mit dem Sport (McFit, yo!) punktuell etwas übertrieben. Erwartungsgemäß war dieser Erfolg nur von kurzer Dauer und bis Juni 2009 war ich schon wieder auf 85kg und nahm mir erneut vor, irgendwo auf unter 80kg zu kommen. Ab dort werden jedoch nur die Aufzeichnungen dünn und die Erinnerungen noch dünner. Ich… weniger.
Den Verlauf zwischen 2009 und 2019 kann ich nur annähernd genau darstellen:verlauf

„Na hoppla.“, war Anfang Oktober 2019 mein Gedanke, als ich mich auf der Badezimmerwaage wiederfand. Aus „90kg sind meine Obergrenze, dann muss ich mal was tun“, wurde über die Jahre graduell „naja, 95kg meinetwegen noch, aber mehr wirklich nicht!“ und „also bei 100kg muss wirklich Schluss sein“ und dann eben schlussendlich „na hoppla.“, als dann 105kg auf der Waage standen.
In diesem Moment erfasste mich ein kurzer, aber enorm folgenschwerer, Erkenntnisschub: ich musste wirklich jetzt was tun. Aber was? Eine Radikaldiät wie 2009 wollte ich meinem Lebensstil nicht antun, dafür esse ich einfach zu gerne.
Ich habe mich also mit mir selbst auf folgende Ziele verständigt:

  1. Sport machen: Langfristig wollte ich gerne mal Laufen gehen, das ist allerdings bei einem Kampfgewicht >100kg nur so semi-gelenkschonend, musste also erst einmal außen vor bleiben. Zusätzlich zum wöchentlichen Badmintontraining habe ich mich instantan (ist das ein deutsches Wort? egal.) im örtlichen Fitnessstudio für 6 Monate gebunden, damit ich nach Feierabend an dunklen Winterabenden irgendwo irgendwas machen kann. Ziel: Kondition über Fahrrad- und Crosstrainer aufbauen, bisschen Muskeln anregen, ab <90kg Laufbandtraining. Ab Frühjahr dann draußen Laufen.
  2. Ernährung: Kalorien zählen. Ganz stumpf. Geholfen hat mir hier die App Yazio (unbezahlte Werbung, falls jemand fragt). Und wenn ich sage ganz stumpf Kalorien zählen, meine ich auch ganz stumpf Kalorien zählen. Die Verteilung auf Fett/Kohlenhydrate/Eiweiß habe ich völlig ausgeblendet; am Ende des Tages sollte einfach eine negative Kalorienbilanz stehen.
  3. Bier. Dieser Punkt macht persönlich am betroffensten, musste aber leider auch sein. Das (fast) tägliche Feierabendbier musste geopfert werden. Alkohol hemmt die Fettverbrennung, außerdem schlägt sich Bier in der Kalorienbilanz auch nicht so ganz unerheblich nieder. Damit der Alkokolenthusiast in mir nicht vollends wahnsinnig wird, habe ich mir erlaubt an den Abenden von Donnerstag bis Samstag Bier trinken zu dürfen, sofern ich das möchte und/oder die Tages-/Abendgestaltung das begünstigt.

Mit diesen 3 Randbedingungen sollte es also losgehen. Ziel: 90kg…

Die Folgen der Corona-Pandemie

Huch!

Kaum überfährt eine kleine Viruspandemie den Erdball, kommt eins zum andern, kommt man von Höcksken auf Stöcksken und plötzlich findet man sich im Dashboard seines 2009 einsam zurückgelassenen Blogs wieder.
Wie konnte es so weit kommen?
Kurz gefasst:
Homeoffice, Privat-PC in unmittelbarer Nachbarschaft zum Dienstlaptop, … ja. Das ist eigentlich schon die komplette Kausalitätskette.

Gelegentlich machte sich in den letzten Monaten und Jahren ein latenter Mitteilungsdrang in der hinteren linken Ecke meines Unterbewusstseins bemerkbar, dessen Bedürfnisse die mir aktuell verfügbaren Social-Media-Plattformen in ihrer Form jedoch nicht befriedigen konnten.
Instagram? Nicht für Texte geeignet.
Facebook? Achdumeinegüte… Eine unchronologische Trollplattform, auf der ich nur noch für lose Kontakte und unwichtige Auto-Logins angemeldet bin.
Twitter? Noch am ehesten, allerdings auch nicht wirklich optimal für lange Texte geeignet.
Blog. Wie die Jungfrau zum Kinde stolpere ich heute über meinen alten Blog und denke, dass dies die Plattform ist, die ich lange gesucht habe ohne gemerkt zu haben überhaupt auf der Suche zu sein. So kanns kommen.

In der Zwischenzeit – immerhin etwas mehr als 10 Jahre! – sind erwartungsgemäß viele Dinge passiert, auf die ich hier in Teilen etwas detaillierter eingehen möchte. Hier die Kurzfassung, was seit dem letzten Eintrag passiert ist:

  • Bachelorabschluss in 2011
  • Masterabschluss in 2013
  • Umzug nach Münster in 2013
  • Umzug nach Koblenz Ende 2015
  • Hauskauf und Umzug ins Siegerland Mitte 2017
  • Hochzeit 2018
  • Geburt meines Sohnes im August 2019
  • Alten Blog wieder gefunden (April 2020)

So. Jetzt sind wir alle wieder auf Stand.

Der Ehrenkodex der Männer

Heute auf dem Klo in der Uni ist mir wieder einmal aufgefallen, dass die heiligen keramischen Hallen ihren eigenen stillschweigend geltenden Gesetzen unterliegen. Ich nenne es den Ehrenkodex der Männer.
Seine Grundprinzipien lauten: „Fresse halten und Augen nach oben!“

Spielen wir ein Szenario durch:
Eine Halle, drei Pissoirs, keine Trennwände. Ich gehe selbstverständlich zuallererst auf das von der Tür am weitesten entferne bzw. das am wenigsten einsichtbare Pissoir um meine Notdurft in Ruhe erledigen zu können. Eine weitere Person betritt den Raum. Er sieht mich und weiß: „Ich muss größtmöglichen Abstand einhalten.“ Hat er nicht schlimmste Komplexe stellt er sich also an das Pissoir auf der anderen Seite; ist er dazu nicht in der Lage geht er aufs normale Klo. So oder so respektiert er meinen unausgesprochenen Wunsch, mir nicht auf die Eier zu gehen indem er mich räumlich bedrängt.
Angenommen er stelle sich an das linke Pissoir während ich am rechten stehe und ein weiterer Mann betritt den Raum. 99% der Männer würden in dieser Situation a) anstandshalber warten bis einer fertig ist oder b) sich aufs normale Klo verziehen. Die restlichen 1% sind entweder bescheuert oder haben einen unglaublich großen Penis und gleichzeitig den Drang diesen an die Öffentlichkeit zu befördern.
Wir sehen: auch hier greift der Männerkodex wieder.
Weiterhin gilt: Steht man gezwungenermaßen und wider Erwarten doch einmal nebeneinander, verbietet es der Männerkodex den Blick in Richtung der Genitalien des Nebenmannes wandern zu lassen. Ausnahme: Man ist schwul. Problem dann: Man kriegt mit großer Wahrscheinlichkeit entweder manuell oder verbal auf die Fresse.
Apropos „Fresse“: Wie bereits geschrieben ist Fressehalten angesagt. Ausnahmen sind beispielsweise Rülpser sowie gegebenenfalls anerkennende Worte des Nebenmannes für eben diesen. Smalltalk oder Gespräche wie „Heeey! Kennste mich noch? Ich bin der Micha!“ gehen gar nicht.
Jedoch gibt es eine Situation die es Männern gebietet Lärm quasi jeglicher Art zu fabrizieren. Merkt jemand, dass eine andere Person durch die Anwesenheit anderer Männer im Raum und ob herrschender Stille Probleme beim Wasser lassen hat, so ist dieser jemand dazu angehalten urinfördernde Geräusche zu machen wie beispielsweise sich ausgiebig und laut die Hände zu waschen, den Handtrockner zu benutzen oder die Spülung lange laufen zu lassen.
Folgt jeder diesem Kodex – und ein Großteil der Männer tut es meiner Beobachtung nach – ist ein angenehmer Toilettengang garantiert und der Tag hat an Qualität gewonnen.

Männer, nehmt euch meine Worte also zu Herzen: Es ist für alle besser so.

Unerwartet und ganz schrecklich: Es geht wieder los!

Titten auf den Tisch: Ich nehme wieder ab. In der Hoffnung, dass ich nachher keine Titten mehr auf den Tisch legen kann. Oder so ähnlich.

Keiner hat damit gerechnet; nichtmal ich selber. Macht aber gar nix, dafür ists umso schneller vorbei. Kein Rumgedruckse, kein Aufschieben und schon gar kein Gedaniele.
Aktueller Stand der Dinge: ~85kg, genau weiß ichs aber auch erst morgen früh.
Ziel: 78kg

Ich weiß noch nicht, ob ich das überhaupt will und ob das klappen kann und warum ich das überhaupt gerade jetzt mache wo ich eigentlich schon wieder einen ordentlichen Heißhunger habe. Keine Ahnung, fragt mich nicht, ich habe doch wohl am wenigsten Ahnung von allen Beteiligten.

Also denn:
Tough shit!

Ach… fick dich.

Es gibt so einige Momente in denen ich wirklich und ernsthaft froh bin quasi immer und überall mit der Bahn zu fahren wie ich gerade lustig bin. Es gibt aber auch ebenso diese anderen Momente wo man sich nichts sehnlicher wünscht als irgendwem -und das Problem ist: Wer ist für den Unfug verantwortlich?- bei der Deutschen Bahn mal kräftig die Fresse zu polieren. Nichtsahnend steigt man in einen Zug, der sogar halbwegs pünktlich ankommt, nichts deutet auf irgendein Chaos oder andere Probleme hin, man erträgt etwa 2 Stunden brüllende Hitze in einer überfüllten Blechbüchse auf Rädern und plötzlich kommt eine Durchsage:
„Werte Fahrgäste: Aufgrund von Bauarbeiten endet dieser Zug heute in Düren. Ich wiederhole: Dieser Zug endet heute in Düren. Fahrgäste nach Aachen nutzen bitte den auf Gleis 6 bereitgestellten Zug nach Aachen über Langerwehe, Nothberg, Eschweiler, Stolberg, Aachen Rothe Erde, Abfahrt 17:47.“ Ein Blick auf die Uhr verrät mir, dass das noch über eine halbe Stunde hin ist. (Mein rechtes Augenlid beginnt leicht zu zucken. Ich spüre wie mich leichte Agressionen überkommen.) Ein weiterer Blick auf den Fahrplan verrät, dass der „Ersatzzug“ exakt die selbe Strecke fährt wie der ursprüngliche Zug. Naja. Besser nicht drüber nachdenken, sonst wird man noch Banane (im schlimmsten Fall sogar Pflaume oder gar Himbeere).
Auf Gleis 6 angekommen steht sogar schon ein Zug in Richtung Aachen bereit. Zwar nicht der richtige, aber hauptsache Aachen und hauptsache schnell, woa? Also: rein. Die erste Überraschung: Klima tuts. Die zweite, nicht ganz erfreuliche, Überraschung: „Werte Fahrgäste: Aufgrund von Bauarbeiten bei Eschweiler wird sich unsere Weiterfahrt um 10 bis 15 Minuten verzögern. Wir bitten dies zu entschuldigen.“ (Mein linkes Augenlid gesellt sich zum Zucken seines Nachbarn. Mit der Kommunikation der Beiden hapert es noch; ich sehe anscheinend aus wie Joe Cocker auf Speed.)
10 Minuten später: Der Zug fährt endlich los. Aber nicht lange. In Langerwehe: „Werte Fahrgäste: Die Baustelle in Eschweiler wirft bereits ihre Schatten voraus. Die Weiterfahrt wird sich schätzungsweise um 30 bis 40 Minuten verzögern.“ (Meine Fäuste ballen sich zu Mordwaffen. Würde jetzt jemand aufstehen und sagen: „Es ist alles meine Schuld!“, würde dieser jener den nächsten Halt bestimmt nicht mehr erleben.)
Langerwehe verlassend spüre ich wie ich mich etwas entkrampfe, als sich plötzlich das potentielle Opfer via Durchsage meldet: „Werte Fahrgäste: Im Sinne der Natur der Bahn werden wir unser Ziel jetzt zügig und ohne weitere Verspätungen erreichen.“
(Hahaha. Humor. Fick dich.)