Monatsarchiv: November 2008

Gedanken – #1

Wenn Aachen schön wäre, würde es Münster heißen.

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RWTH: Elite? Wo?

Hallöchen!

Eigentlich gibt es keinen Anlass jetzt spontan über meine Uni herzuziehen, aber es sind die vielen kleinen Tropfen, die ein Fass irgendwann zum überlaufen bringen:
Fangen wir mal vorne an.
Mit der Einführung des Bachelor-Master-Systems sollte die Europäische Hochschullandschaft transparenter und mobiler gemacht werden. Vom Prinzip her klingt das vernünftig, aber anscheinend wurde das Projekt gestartet, bevor sich überhaupt irgendwer mal damit beschäftigt hatte. National gesehen will ich da das Problem des Abschluss-Namens anführen: Das deutsche Diplom machte was her; mit Masterabschluss ist man nur einer unter vielen Europäern.
Aber abgesehen davon gibt es noch so einige andere Probleme, die für die Verantwortlichen der RWTH Aachen wohl etwas zu schnell und überraschend kamen. Als Student hat man hier das Gefühl, dass die Planung der Bachelorstudiengänge erst wenige Tage vor Studienbeginn der ersten Bachelorsemester angefangen hat.
Wir werden konfrontiert mit:
– völlig überladenen Stundenplänen
– sinnfreien Fächern und dementsprechend zu vielen Fächern
– ahnungslosen Universitätsangestellten
– sinnbefreiten Wechseln der Inhalte verschiedener Fächer
– Klausurplänen, die drunter und drüber gehen

Das einzige, womit wir nicht konfrontiert werden sind:
– Semesterferien.

Die gibts nämlich gar nicht mehr. Bei bis zu 12 oder 13 Klausuren in 2 Monaten (der „vorlesungsfreien Zeit“) bleibt etwa mal gar keine Zeit mehr für den Urlaub.

Ich freue mich jetzt schon wieder auf die nächsten Semesterferien, unsere erste Klausur beginnt am 6.2., die letzte ist am 31.3., die Semesterferien hören an diesem Tag auf. Na schönen Dank.

Busfahren in Aachen? Au huur!

Wie im ersten Post hier schon geschrieben stand, wollte ich mal im Detail darauf eingeshen, warum mir Aachen nicht unbedingt gefällt. Eines der größten Probleme dieser Stadt, mit dem ich täglich konfrontiert werde ist das Busfahren. Als (in vielerlei Hinsichten) verwöhnter Münsteraner ist man angenehmes Busfahren gewöhnt. Sollte die Leeze mal streiken, oder das Wetter nicht mitmachen ist der Bus in Münster wirklich eine attraktive Alternative. Nicht so in Aachen:
Für mich fällt das Fahrrad momentan ohnehin flach, weil das irgendwie multipel defekt ist. Dazu kommen noch die fehlenden Radwege und die ständig überreizten und gefährlichen Autofahrer; das macht hier keinen Spaß. Also bleibt mir auf dem Weg zur Uni nur noch der Bus.

Der Spaß beginnt für mich frühmorgens in der 43. An der Haltestelle tummeln sich um die 30 Leute, der Bus ist selbstverständlich nicht leer wenn er ankommt und… er ist klein. Hier in Aachen ist geschätzt etwa jeder zweite Bus ein kurzer. Die Chancen stehen also 50:50 dass man ein Bad in der Sardinenbüchse einer Busfahrt vorziehen will.
Also steige ich irgendwann in die gut gefüllte 43 um meinen Anschluss, die Linie 3, am Kaiserplatz zu kriegen. Hier in Aachen gibt eine große und eine kleine Ringlinie; meiner Meinung ist das in der Theorie eine ziemlich gut Idee. Leider auch wirklich nur in der Theorie. In der Praxis sind diese Busse immer kurz (und dementsprechend hemmungslos überfüllt) und dazu auch noch unfassbar verspätet. Der Fahrplan der 3 ist eigentlich nur ein Rahmenplan; Verspätungen bis zu 20 Minuten (bei einem 15-Minuten-Takt!!) sind keine Seltenheit. Besonders schön zu beobachten ist dann der Domino-Effekt: Je später der Bus, desto mehr Leute wollen auch rein, desto länger dauert das Ein- und Aussteigen und desto mehr verspätet sich der Bus. Daraus resultiert dann der teilweise überaus agressive und gewöhnungsbedürftige Fahrstil der Busfahrer. Nur gut, dass ich hier kein Fahrrad fahre!

Penismessgeräte für alle!

Was ist das?

  • Ein längliches Stück Plastik, etwa vom Format eines Lesezeichens?
  • Es beinhaltet 4 Löcher in diversen Größen
  • Den Löchern ist die Beschriftung „1,2,3 bzw. 4 Pers.“ zugeordnet

Na? Ganz klar: Es handelt sich um ein handelsübliches Penismessgerät. Mit dessen Mithilfe ist es möglich die Anzahl der Personen zu bestimmen, die man gleichzeitig zu befriedigen in der Lage ist. Klar oder?

Richtig perfide wirds aber, wenn einem das als Spaghettiportionierer präsentiert wird. Für Studenten. Bevorzugt in WGs. Man stelle sich mal vor, dass Person A seinen Penis vermisst (wer wäre da nicht neugierig??) und Person B anschließend damit Nudeln portioniert! Okay, ich muss zugeben dass das Gedankenspiel etwas abwegig ist. Schließlich braucht man um Nudeln abzuschätzen keine Schablone.

Es grünt so grün die MDF-Platte

Shalom und Horrido an alle die das hier irgendwie interessieren könnte!

Ich bin wieder da, grüner und (welch Wunder) aktueller als je zuvor! Zumindest wenn dieser Artikel hier abgeschickt und verwurstet ist, ist dieser Blog so aktuell wie seit nem knappen Jahr nicht mehr. In dem Jahr hat sich einiges getan: Die Motivation des ersten Semesters ging langsam aber stetig den Bach runter, der Frust des zweiten Semesters inklusive verschiedener Klausurphasen erwuchs in gleichem Maße. Kurzum: Das Studium fickt und eigentlich will keiner daran teilnehmen. Bislang läufts zwar noch in halbwegs geregelten Bahnen, aber wer weiß was noch so passiert? Mechanik II wartet im 4. Semester nocheinmal auf mich, Mathe in diversen Formen und Farben ebenso. Dazu komme ich aber noch wann anders. Dieses Semester versuche ich etwas zu entzerren; klappt nur leider nicht so ganz. Hatte mir wenig vorgenommen und letztendlich hab ich nur Dynamik nicht gewählt. Ich denke allerdings dass das die einzige wirklich gute Entscheidung war. Kurzfazit fürs Studium: Vielleicht schaffe ich die Regelstudienzeit ja noch; wenn nicht wärs aber auch nicht so dramatisch, obwohl ich aus diesem Moloch doch lieber früh als spät verschwinden will. Aber mit der Stadt befasse ich mich auch wann anders; das könnte ausarten.

Um nochmal schnell die Überschrift aufzugreifen: Hier in meinem Zimmer grünt es wirklich in allen Facetten. Der Schreibtisch in einem satten Moosgrün, die Gardinen etwa ähnlich, die Sideboards in dekorativem schwarz, weiß und grün ebenso. Dazu noch meine 6 Preußenschals am Regal, ein kleines Bild über dem Schreibtisch grünt auch vor sich hin und die Pflanzen tun ihr bestes um hier nicht negativ aufzufallen. Alles in allem also ein sehr beruhigendes Bild in meinen Augen.

Damit wars das erstmal von hier,

jetzt wird vegetiert.